SPF wirklich richtig

Skin

SPF wirklich richtig: Warum „ich nutze eh SPF" oft nicht reicht

7 min Lesezeit

„SPF drauf = geschützt? Nicht immer."

Viele sagen diesen Satz ganz selbstverständlich: „Ich benutze jeden Tag Sonnenschutz."

Und trotzdem sehe ich:

  • Pigmentflecken trotz SPF
  • vorzeitige Hautalterung
  • empfindliche, gereizte Haut
  • Wirkstoffe, die nicht richtig wirken

Das Problem ist selten der Sonnenschutz selbst – sondern wie er benutzt wird.

Warum SPF das wichtigste Hautpflege-Produkt ist

Kein Serum, kein Retinol, kein Peeling kann das ausgleichen, was tägliche UV-Strahlung in der Haut anrichtet.

UV-Strahlen:

  • schädigen die Hautbarriere
  • fördern Entzündungen
  • beschleunigen Faltenbildung
  • verstärken Pigmentflecken
  • sabotieren jeden Anti-Aging-Ansatz

SPF ist keine Option. Er ist die Basis. Aber nur, wenn er richtig angewendet wird.

Die 3 häufigsten SPF-Fehler

1. Zu wenig Menge

Das ist der Klassiker. Ein paar Tropfen SPF im Gesicht = kein ausreichender Schutz. Die meisten tragen nur ¼ bis ½ der benötigten Menge auf – und wundern sich, warum der Schutz nicht reicht.

2. Nicht nachlegen

Sonnenschutz baut sich ab durch:

  • UV-Strahlung
  • Schweiß
  • Berührung
  • Talgproduktion

Wer SPF nur morgens aufträgt, ist mittags oft quasi ungeschützt.

3. Falsches Produkt (→ wird nicht benutzt)

Zu fettig → glänzt, rutscht, wird ausgelassen. Zu leicht → Schutz wird zu gering aufgetragen. Brennt oder irritiert → bleibt im Schrank.

Der beste SPF ist der, den du wirklich trägst – aber eben in ausreichender Menge.

Die Mengen-Regel, die jeder kennen sollte

Die 2-Finger-Regel

  • Zwei Fingerlängen SPF
  • Für Gesicht + Hals
  • Jeden Morgen als letzter Pflegeschritt

Ja, es fühlt sich zuerst viel an. Aber nur so erreichst du den angegebenen Lichtschutzfaktor.

SPF nachlegen – auch mit Make-up

Nachlegen heißt nicht, alles abzuwaschen. Geeignete Formen:

  • SPF-Stick (gezielt, sauber)
  • SPF-Spray (leicht, unterwegs)
  • SPF-Puder (mattierend, für zwischendurch)

Wichtig: Nachlegen alle 2–3 Stunden, wenn du Tageslicht ausgesetzt bist.

Welcher SPF passt zu welchem Hauttyp?

Ölige oder unreine Haut

  • Fluids oder Gel-Texturen
  • Leicht, nicht komedogen
  • Schnell einziehend

Weniger Glanz, bessere Akzeptanz

Trockene Haut

  • Creme-Texturen
  • Mit pflegenden Lipiden
  • Unterstützt die Hautbarriere

Schutz + Pflege in einem Schritt

Sensible Haut

  • Parfumfrei
  • Sehr gute Verträglichkeit
  • Mineralisch oder besonders mild formuliert

Weniger Reizpotenzial, mehr Sicherheit

Warum SPF oft „nicht wirkt", obwohl man ihn benutzt

Viele kombinieren:

  • zu wenig Menge
  • kein Nachlegen
  • falsche Textur

Das Ergebnis ist ein theoretischer Schutz, aber kein praktischer.

Und genau deshalb entstehen dann Aussagen wie: „SPF bringt bei mir nichts."

Doch: SPF wirkt – wenn man ihn korrekt benutzt.

SPF & Hautpflege: Das unterschätzte Zusammenspiel

Ohne ausreichenden UV-Schutz:

  • regeneriert sich die Haut schlechter
  • Wirkstoffe reizen schneller
  • Pigmentflecken bleiben hartnäckig
  • Hautprobleme kommen immer wieder zurück

SPF ist nicht nur Schutz, sondern Voraussetzung für jede funktionierende Pflegeroutine.

Das wichtigste Fazit

„Ich benutze SPF" reicht nicht. Entscheidend ist:

  • wie viel
  • wie regelmäßig
  • wie konsequent

Wenn du nur ein Produkt in deiner Routine perfektionierst, dann dieses.

„SPF ist kein Extra – er ist der Unterschied zwischen Pflege und Selbstsabotage."