„SPF drauf = geschützt? Nicht immer."
Viele sagen diesen Satz ganz selbstverständlich: „Ich benutze jeden Tag Sonnenschutz."
Und trotzdem sehe ich:
- Pigmentflecken trotz SPF
- vorzeitige Hautalterung
- empfindliche, gereizte Haut
- Wirkstoffe, die nicht richtig wirken
Das Problem ist selten der Sonnenschutz selbst – sondern wie er benutzt wird.
Warum SPF das wichtigste Hautpflege-Produkt ist
Kein Serum, kein Retinol, kein Peeling kann das ausgleichen, was tägliche UV-Strahlung in der Haut anrichtet.
UV-Strahlen:
- schädigen die Hautbarriere
- fördern Entzündungen
- beschleunigen Faltenbildung
- verstärken Pigmentflecken
- sabotieren jeden Anti-Aging-Ansatz
SPF ist keine Option. Er ist die Basis. Aber nur, wenn er richtig angewendet wird.
Die 3 häufigsten SPF-Fehler
1. Zu wenig Menge
Das ist der Klassiker. Ein paar Tropfen SPF im Gesicht = kein ausreichender Schutz. Die meisten tragen nur ¼ bis ½ der benötigten Menge auf – und wundern sich, warum der Schutz nicht reicht.
2. Nicht nachlegen
Sonnenschutz baut sich ab durch:
- UV-Strahlung
- Schweiß
- Berührung
- Talgproduktion
Wer SPF nur morgens aufträgt, ist mittags oft quasi ungeschützt.
3. Falsches Produkt (→ wird nicht benutzt)
Zu fettig → glänzt, rutscht, wird ausgelassen. Zu leicht → Schutz wird zu gering aufgetragen. Brennt oder irritiert → bleibt im Schrank.
Der beste SPF ist der, den du wirklich trägst – aber eben in ausreichender Menge.
Die Mengen-Regel, die jeder kennen sollte
Die 2-Finger-Regel
- Zwei Fingerlängen SPF
- Für Gesicht + Hals
- Jeden Morgen als letzter Pflegeschritt
Ja, es fühlt sich zuerst viel an. Aber nur so erreichst du den angegebenen Lichtschutzfaktor.
SPF nachlegen – auch mit Make-up
Nachlegen heißt nicht, alles abzuwaschen. Geeignete Formen:
- SPF-Stick (gezielt, sauber)
- SPF-Spray (leicht, unterwegs)
- SPF-Puder (mattierend, für zwischendurch)
Wichtig: Nachlegen alle 2–3 Stunden, wenn du Tageslicht ausgesetzt bist.
Welcher SPF passt zu welchem Hauttyp?
Ölige oder unreine Haut
- Fluids oder Gel-Texturen
- Leicht, nicht komedogen
- Schnell einziehend
Weniger Glanz, bessere Akzeptanz
Trockene Haut
- Creme-Texturen
- Mit pflegenden Lipiden
- Unterstützt die Hautbarriere
Schutz + Pflege in einem Schritt
Sensible Haut
- Parfumfrei
- Sehr gute Verträglichkeit
- Mineralisch oder besonders mild formuliert
Weniger Reizpotenzial, mehr Sicherheit
Warum SPF oft „nicht wirkt", obwohl man ihn benutzt
Viele kombinieren:
- zu wenig Menge
- kein Nachlegen
- falsche Textur
Das Ergebnis ist ein theoretischer Schutz, aber kein praktischer.
Und genau deshalb entstehen dann Aussagen wie: „SPF bringt bei mir nichts."
Doch: SPF wirkt – wenn man ihn korrekt benutzt.
SPF & Hautpflege: Das unterschätzte Zusammenspiel
Ohne ausreichenden UV-Schutz:
- regeneriert sich die Haut schlechter
- Wirkstoffe reizen schneller
- Pigmentflecken bleiben hartnäckig
- Hautprobleme kommen immer wieder zurück
SPF ist nicht nur Schutz, sondern Voraussetzung für jede funktionierende Pflegeroutine.
Das wichtigste Fazit
„Ich benutze SPF" reicht nicht. Entscheidend ist:
- wie viel
- wie regelmäßig
- wie konsequent
Wenn du nur ein Produkt in deiner Routine perfektionierst, dann dieses.
„SPF ist kein Extra – er ist der Unterschied zwischen Pflege und Selbstsabotage."
